Verantwortung für Klima und Umwelt

Unser Geschäftsmodell beruht zu großen Teilen auf der Nutzung von Papier, das in energieintensiven Prozessen hergestellt und in Druckereien für die Produktion von Zeitungen und anderen Medienerzeugnissen verarbeitet wird, die zu den Kunden transportiert werden.

Die VRM bekennt sich daher zu ihrer Verantwortung für den Schutz der natürlichen Lebensgrundlagen.

Den damit verbundenen Ressourcenverbrauch wollen wir in den kommenden Jahren ebenso deutlich senken wie die von uns verursachten Treibhausgasemissionen. Wir betrachten den Klimaschutz als Schlüssel zur Transformation unseres Unternehmens und wollen mit Investitionen in emissionsarme und digitale Technologien unsere Zukunfts- und Wettbewerbsfähigkeit stärken.

Dabei ist uns Transparenz und Messbarkeit besonders wichtig. Deshalb haben wir in den zurückliegenden Monaten nicht nur den Carbon Footprint der VRM erhoben, sondern auch konkrete Ziele und Maßnahmen für die kommenden Jahre festgelegt, um die CO2-Emissionen zu reduzieren. Für die Umsetzung unserer Strategie setzen wir sowohl auf einen engen Schulterschluss mit unserer Branche, als auch mit unseren Zulieferern, die uns mit nachhaltigen Innovationen unterstützen.

Die CO2-Bilanzierung

Mit der Erstellung unserer CO2-Bilanz – dem Carbon Footprint der VRM – schaffen wir die belastbare Datengrundlage, die wir brauchen, um die wirksamsten Hebel für den Klimaschutz zu identifizieren und eine zielgerichtete Strategie mit konkreten Maßnahmen zu entwickeln und konsequent umzusetzen.

Die Berechnung folgt der international anerkannten Methodik des Greenhouse Gas Protocol (GHG). Grundlage sind die erhobenen Ressourcenverbräuche, deren Emissionswerte mithilfe anerkannter Datenbanken und Leitfäden führender Organisationen und Institutionen ermittelt wurden.

Der Carbon Footprint der VRM bezieht sich auf:

Von der Theorie in die Praxis

Die Erfassung und Kategorisierung der Emissionen ist nur der erste Schritt. Im zweiten Schritt werden unsere CO2-Emissionen durch wirksame Maßnahmen kontinuierlich gesenkt:

Recyclingpapier

Für die Produktion unserer Zeitungen und Druckerzeugnisse setzen wir im Druckzentrum konsequent auf ressourcenschonende Recyclingpapiere, die nach anerkannten Standards wie Blauer Engel, FSC oder PEFC zertifiziert sind.

Logistik

Durch den Einsatz moderner Technologien z.B. einer neuen, effizienten Versandanlage und effizienter digitaler Routenplanung wird der CO2 Fußabdruck im Logistikbereich weiter reduziert.

E-Mobilität

Wir investieren in die Installation von Ladesäulen für E-Autos und E-Fahrräder und fokussieren die sukzessive Umstellung von Verbrennern auf E-Autos.

#CO2Fußabdruck

Solaranlage

Die installierte Solaranlage auf dem Dach am Hauptstandort der VRM deckt schätzungsweise 12 % des dortigen Energieverbrauches durch regenerativ produzierten Strom.

Wärmeversorgungs-
systeme

Die bei der Drucklufterzeugung anfallende Abwärme wird in das Wärmeversorgungssystem eingespeist und bedarfsgeführt an die Warmwasseraufbereitung und die Raumheizsysteme abgegeben.

CO2-Emissionen der VRM

Die Grafik zeigt die Entwicklung der gesamten Treibhausgasemissionen der VRM von 2019 bis 2025. Für 2025 wurden direkte, energiebedingte und indirekte Emissionen berücksichtigt. Mit rund 18.122 Tonnen CO₂ lagen die Gesamtemissionen deutlich unter dem Vorjahreswert.

Der Anstieg im Jahr 2024 spiegelt vor allem die schrittweise Weiterentwicklung unserer Bilanz wider. Wie von Beginn an kommuniziert, wird der Carbon Footprint mit steigender Datenverfügbarkeit und -qualität immer vollständiger und präziser. 2024 wurden zusätzliche Scope-3-Kategorien aufgenommen. Zudem beeinflussten aktualisierte Emissionsfaktoren die Ergebnisse.

Entwicklung ausgewählter Emissionsquellen
Die Emissionen aus Heizenergie, Strom, Papier, Farbe und Druckplatten sowie der Logistik sind 2025 zurückgegangen. Dazu trugen eine effizientere Flächen- und Energienutzung, ein geringerer Materialeinsatz sowie optimierte Transportrouten bei. Den Ausbau der Photovoltaik nutzt die VRM, um die Eigenstromerzeugung weiter zu stärken.

Die Emissionen aus dem Fuhrpark stiegen aufgrund eines höheren Fahrvolumens leicht an. Auch bei der Fernwärme erhöhten sich die Emissionen infolge eines höheren Verbrauchs und eines veränderten Emissionsfaktors. Beide Bereiche bleiben daher wichtige Ansatzpunkte für weitere Verbesserungen.

2025 untersuchte die VRM erstmals systematisch die Arbeitswege ihrer Mitarbeitenden. Die Ergebnisse zeigen ein relevantes Einsparpotenzial. Gemeinsam mit der Hochschule Mainz sollen 2026 konkrete Maßnahmen für eine nachhaltigere Mobilität entwickelt werden.

Die CO₂-Bilanz schafft Transparenz und bildet die Grundlage, um weitere Reduktionsmaßnahmen gezielt abzuleiten.